Die Zukunft der Psychoanalyse hängt davon ab, inwieweit sie ein ähnliches Interesse für gesellschaftliche Fragen entwickeln kann, wie es der ersten Generation der Psychoanalytiker gelang.

(A. Mitscherlich)

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Artikel mit dem Tag "Körper"


28. Dezember 2015
Text Psychoanalyse Metapher Senarclens Sprachbilder Unbewusstes
Psychoanalyse begann als Traumatheorie, die sich um ein Verständnis von Erinnerungen mit pathogener Qualität bemühte. Bei der Suche nach den traumatisierenden Ursachen wurde dann deutlich, dass Erinnerungen im Gedächtnis umgearbeitet, das heißt verschoben, verdichtet, ins Gegenteil verkehrt, falsch verknüpft oder völlig verdrängt wurden. Die Entdeckung der Übertragung erbrachte dann die Einsicht, dass es ein Wissen gibt, das erst durch Wiederholen im sozialen Kontakt mit einem Anderen...
30. November 2015
Freud Psychoanalyse modern Kernberg Neurobiologie
Im Interview mit der Wiener Tageszeitung Der Standard spricht der renommierte Psychoanalytiker Otto Kernberg über die anhaltende Bedeutung Freuds für die moderne Psychoanalyse und den Einfluss der Neurobiologie auf seine Lehre. Kernbergs Bäume der modernen Psychoanalyse verdecken jedoch den Wald des Freudschen Sinns. Otto F. Kernberg, 1928 in Wien geboren, gehört zur alten Garde der ich-psychologischen Schule der Psychoanalyse. Sein Wort findet Gehör weit über die USA hinaus, wohin seine...
23. November 2015
Birgit Brenner Kunstverein Hamburg
Der Kunstverein Hamburg rückt mit der Ausstellung Malerei, böse das subversive Potenzial der Malerei in den Blickpunkt. Anhand konkreter Bildmotive hinterfragen die Arbeiten Geschmacksvorlieben und Wertvorstellungen westlicher Industriegesellschaften und antworten zugleich auf den Anachronismus-Vorwurf gegen die Gattung der figürlich-abbildende Kunst. Die Bezugnahme auf das konkrete Objekt hat die Malerei derweil mit der Psychoanalyse gemein. Die Ausstellung zeigt Werke von vier deutschen...
14. September 2015
Phänomenologisch bedeutet die Erfindung des Geldes wohl die größte Abstraktionsleistung der Menschheit. Heute tauschen wir Waren gegen Papiergeld und nicht mehr Ware gegen Ware. Geld vereinfacht den Warenverkehr, welcher indes nicht ohne den Austausch von Worten zustande kommt. Interessant ist daher immer die Frage, welche Worte, Texte oder Geschichten ausgesprochen werden müssen, damit das Geld locker sitzt und gegen Dinge eingetauscht wird. Der Wert von Geld bemisst sich auch im...
24. August 2015
Gender Mainstreaming will die unterschiedlichen Interessen von Männern und Frauen in Beruf und Gesellschaft berücksichtigen. Dabei scheint nichts so selbstverständlich bestimmbar wie das Geschlecht. Doch woran orientiert sich die geschlechtliche Identität? Reicht hier ein Blick, um den sogenannten „kleinen Unterschied“ zu erfassen? Wahrheitsverständnis und Sexualität verbindet eine komplexe Beziehung. Heidegger fasste in Sein und Zeit Wahrheit als das „Unverborgene“ auf und...
29. Juni 2015
Zwei Neuerscheinungen zum Verhältnis von Physiotherapie und Psychoanalyse führten bei einer Buchvorstellung an der Sigmund Freud Privatuniversität Berlin in das körperbewegte Berlin der 1920er Jahre zurück. In der Blütezeit der Goldenen Zwanziger gingen Psychoanalyse und Gindlersche Reformgymnastik eine höchst produktive Verbindung ein, für die der Psychoanalytiker Otto Fenichel und seine Frau, die Gindler-Schülerin Cläre Nathanson, tonangebend wurden. Mit dem Aufkommen des...
20. April 2015
Psychoanalyse lässt sich im wesentlichen als eine Lektüretechnik verstehen: Sie unterstützt beim Lesen von Texten. Ein alltäglicher Vorgang, wenn man bedenkt, wie häufig wir vor der Frage stehen, was ein Text, eine Email oder eine mündliche Mitteilung bedeutet. Im Handel heißt es, die beste Sprache sei immer die Sprache des Kunden. Dieser Merksatz der Kundenorientierung wird dem deutschen Kaufmann und Bankier Anton Fugger aus dem 16. Jahrhundert zugeschrieben. Fugger war klar, man muss...
19. Januar 2015
Zwischen Körper und Sprache liegt das Spannungsfeld, in dem Freud die Psychoanalyse entwickelte. Freuds Festlegung, dass das Ich zunächst ein körperliches sei, führte ihn zur Annahme der „Ichlibido“ (Freud 1905d), einer psychischen Vertretung der physischen Reize. Hunger, Durst, Kälte bewältigt der unreif geborene Mensch nur mit Hilfe eines sozialen Umfelds. Darum ist Freud zufolge die Angst der Kinder ursprünglich nichts anderes als der Ausdruck dafür, dass sie die geliebte Person...
15. Dezember 2014
In bezug auf die psychoanalytische Erfahrung wird allgemein angenommen, der Analytiker bzw. die Analytikerin deute, was der Analysand sagt. Diese Vorstellung geht bisweilen in den Irrglauben über, Menschen seien für Analytiker durchschaubar wie Glas. Dabei sind Analytiker gewiss nicht schlauer als andere Menschen. Wer oder was deutet also dann in der analytischen Kur? Zunächst gilt: Der Analysant macht die Arbeit. Analytiker hören zu und warten darauf, ob das Unbewusste im Sprechen des...
25. August 2014
Das Verhältnis von Karte und Gebiet sollte idealerweise so realitätsgetreu wie möglich sein. Die maßstabsgenaue Erkundung war seit jeher auch das Ziel der naturwissenschaft-lichen Erforschung von Körper und Geist. Schon zu Freuds Zeiten dominierte die Vorstellung, die Wissenschaft wäre früher oder später in der Lage, etwa im Gehirn die Areale genauestens anzugeben, wo psychische und motorische Abläufe gesteuert werden. Mittels der Genforschung wird versucht, psychische Erkrankungen wie...