Die Zukunft der Psychoanalyse hängt davon ab, inwieweit sie ein ähnliches Interesse für gesellschaftliche Fragen entwickeln kann, wie es der ersten Generation der Psychoanalytiker gelang.

(A. Mitscherlich)

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Artikel mit dem Tag "Wissen"


09. Februar 2018
Die Erzählung von der Vertreibung aus dem Paradies mag die Vorstellung wecken, dass es schöner wäre, auf Selbstwissen verzichten zu können wie das instinktbegabte Tier. Ungeachtet dessen ist der Mensch letztlich gezwungen, um die Tatsache seines Menschseins zu wissen und sich dementsprechend zu verhalten. Menschsein ist offensichtlich nur um den Preis des Selbstwissens möglich, auch wenn es, wie bei Ödipus, ein das Selbst vernichtendes Wissen sein kann.
21. Dezember 2015
talking cure sprechende Medizin Pappenheim Anna Breuer Psychoanalyse
Bertha Pappenheim alias Anna O. gilt als inoffizielle Begründerin der Psychoanalyse avant la lettre. Als Patientin von Josef Breuer entwickelte sie eine therapeutisch-technische Prozedur, die auf das “Wegerzählen der Symptome” ausgerichtet war. Von ihr stammen die Ausdrücke “talking cure”, “recognising work”, “chimney sweeping” und “Privattheater” für Wachträumen - Formulierungen, anhand derer sie ihre voranalytische Arbeit in Breuers Praxis beschrieb. Die, wie Breuer...
07. Dezember 2015
Wissen psychodynamisch Coaching Psychoanalyse Selbstwissen Prieto
In der Wissensgesellschaft wird der Anteil dessen, was wir nicht wissen, keineswegs kleiner. Zwar verdoppelt sich alle paar Jahre das Wissen der Bibliotheken, doch führt dies nicht in gleichem Maße dazu, dass der Einzelne mehr über sich selbst weiß. Über die Dinge, die uns selbst angehen – in Privatleben, Beruf oder Familie – verfügen wir zwar über ein umfassendes Wissen, dessen ungeachtet ist es keineswegs selbstverständlich, zu diesem Selbstwissen ein direktes Verhältnis zu...
30. November 2015
Freud Psychoanalyse modern Kernberg Neurobiologie
Im Interview mit der Wiener Tageszeitung Der Standard spricht der renommierte Psychoanalytiker Otto Kernberg über die anhaltende Bedeutung Freuds für die moderne Psychoanalyse und den Einfluss der Neurobiologie auf seine Lehre. Die Verfortschrittung der Psychoanalyse geht bei Kernberg jedoch zu Lasten der Freudschen Erfahrung.
05. Oktober 2015
Die Bereitschaft und die Fähigkeit, exakte Entsprechungsverhältnisse zwischen Zeichen und Bezeichnetem systematisch zu dekonstruieren, ist für psychoanalytisch Tätige ein grundlegender Vorgang. Doch geht es dabei allein um Dekonstruktion? Geht es nicht ebenso um die Rekonstruktion beziehungsweise Konstruktion oder ist der Vorgang noch ein anderer? Diese Überlegungen liegen nah, insofern Deutungen, die mit Bezug auf die Mitteilungen eines Anderen gegeben werden, dem ursprünglich...
28. September 2015
Für die Untersuchung von Objekten hat die Bedeutung von Zusammenhängen hohe Relevanz. Wer sich mit Fragen der Wissensvermehrung befaßt, kann etwa wie Linné für die Pflanzenwelt Unterscheidungen herausarbeiten und Begriffe zuordnen sowie Ähnlichkeiten suchen und diese in Zusammenhängen darstellen. In der Regel geht man nicht vom isolierten Objekt aus, sondern stellt es – wie auch in der Archäologie – in den Fundzusammenhang. In der Kunstgeschichte hat sich die vergleichende...
07. September 2015
In der sogenannten Wissensgesellschaft herrscht das Dogma des sicheren Wissens. Das sieht man etwa daran, dass in der Schule das Fach Mathematik bei den Naturwissenschaften verankert ist und nicht bei der Philosophie. So als ließe sich Mathe auf Rechnen reduzieren. Doch auch sonst gilt: Berechnungen sollen ein sicheres Wissen erzeugen. Häufig entsteht dabei der Eindruck, Zahlen würden schon für sich allein ein bestimmtes Wissen bestätigen. Dabei werden zwei zentrale Aspekte außeracht...
24. August 2015
Gender Mainstreaming will die unterschiedlichen Interessen von Männern und Frauen in Beruf und Gesellschaft berücksichtigen. Dabei scheint nichts so selbstverständlich bestimmbar wie das Geschlecht. Doch woran orientiert sich die geschlechtliche Identität? Reicht hier ein Blick, um den sogenannten „kleinen Unterschied“ zu erfassen? Wahrheitsverständnis und Sexualität verbindet eine komplexe Beziehung. Heidegger fasste in Sein und Zeit Wahrheit als das „Unverborgene“ auf und...
03. August 2015
Die Irritation über Freuds Annahme, dass der Traum ein Denken sei, hat besonders mit der Entdeckung des Wunschparadigmas zu tun. Diese Vorherrschaft einer Wunschlogik wirft alles, was wir über das menschliche Denkvermögen zu wissen glaubten, über den Haufen. Wie kann man sich zum Beispiel etwas wünschen wollen, das im Traum als peinlich wahrgenommen wird? Was hat dies zudem mit Denken zu tun? Doch Freud insitiert: „Wir stehen in der Klahrheit einer plötzlichen Erkenntnis. [...] [Der...
22. Juni 2015
Das psychoanalytische Reale steht in merkwürdiger Opposition zum Realitätsbegriff. Unter Realität wird die Wirklichkeit verstanden, also das Gegenteil von Illusion. Demgegenüber kommt man mit dem Realen der Psychoanalyse nur in Träumen, Fehlleistungen, Affekten, Symptomen, aber auch im Genießen in Berührung. Was steckt hinter diesem Realen? Und in welchem Verhältnis steht es zur Realität? Das psychoanalytische Reale zeichnet sich nicht gerade durch hohe Anschaulichkeit aus. Es teilt...

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