Die Zukunft der Psychoanalyse hängt davon ab, inwieweit sie ein ähnliches Interesse für gesellschaftliche Fragen entwickeln kann, wie es der ersten Generation der Psychoanalytiker gelang.

(A. Mitscherlich)

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Artikel mit dem Tag "Gesellschaft"


09. Februar 2018
Die Erzählung von der Vertreibung aus dem Paradies mag die Vorstellung wecken, dass es schöner wäre, auf Selbstwissen verzichten zu können wie das instinktbegabte Tier. Ungeachtet dessen ist der Mensch letztlich gezwungen, um die Tatsache seines Menschseins zu wissen und sich dementsprechend zu verhalten. Menschsein ist offensichtlich nur um den Preis des Selbstwissens möglich, auch wenn es, wie bei Ödipus, ein das Selbst vernichtendes Wissen sein kann.
30. November 2015
Freud Psychoanalyse modern Kernberg Neurobiologie
Im Interview mit der Wiener Tageszeitung Der Standard spricht der renommierte Psychoanalytiker Otto Kernberg über die anhaltende Bedeutung Freuds für die moderne Psychoanalyse und den Einfluss der Neurobiologie auf seine Lehre. Die Verfortschrittung der Psychoanalyse geht bei Kernberg jedoch zu Lasten der Freudschen Erfahrung.
07. September 2015
In der sogenannten Wissensgesellschaft herrscht das Dogma des sicheren Wissens. Das sieht man etwa daran, dass in der Schule das Fach Mathematik bei den Naturwissenschaften verankert ist und nicht bei der Philosophie. So als ließe sich Mathe auf Rechnen reduzieren. Doch auch sonst gilt: Berechnungen sollen ein sicheres Wissen erzeugen. Häufig entsteht dabei der Eindruck, Zahlen würden schon für sich allein ein bestimmtes Wissen bestätigen. Dabei werden zwei zentrale Aspekte außeracht...
11. Mai 2015
Die inferiore Position vieler Frauen im Berufsleben stellt ein Symptom unseres Gesellschaftskörpers dar. Denn dass Frauen selbstverständlicher Teil des Wirtschaftslebens sind, ist zumindest in Deutschland noch nicht überall Konsens. Der durch die Quote politisch aufgebaute Emanzipationsdruck führt mit Blick auf tradierte Rollenvorstellungen zu Spannungen innerhalb von Organisationen und Gremien. Der Frage, wie nun eine chancengerechtere Gesellschaft das Führungspotenzial von Frauen besser...
06. April 2015
Was Menschen voneinander erwarten, bleibt oftmals unausgesprochen. Und nicht selten ist uns unsere eigene Erwartungshaltung unklar. Mit der Einführung der Kategorie der Erwartung war der Forschungsgegenstand Freuds, das Unbewusste, daher in eine andere Richtung eröffnet. Ins Blickfeld der Aufmerksamkeit geriet nun etwas, für das sich der medizinisch-wissenschaftliche Diskurs nicht interessiert hatte: der Konflikt. Menschen geraten in Konflikte, die sie bewältigen müssen, um weiterleben zu...
30. März 2015
Der Wunsch nach Normalität erklärt sich aus dem Bedürfnis nach einem Leben unter sicheren Bedingungen. Allgemein gilt als normal, was der Erwartung entspricht, die eine Mehrheit von Mitgliedern einer Gesellschaft an den Einzelnen hat. Dies umfasst das Handeln, Denken und Sprechen – also jene Bereiche, in denen der Einzelne auch seiner individuellen Identität Ausdruck verleiht. Auf diesem Feld, wo äußere Erwartungen und individuelle Eigenarten zusammentreffen, entscheidet sich daher...
23. März 2015
Die Proteste gegen TTIP oder Stuttgart 21 offenbaren große Unzufriedenheit mit der Politik und den Medien in den etablierten Kreisen der Gesellschaft. Auch bei der von Dresden ausgehenden Pegida-Bewegung, hört man, hätten viele Teilnehmer ‘normale’ Einstellungen und gehörten zur sogenannten bürgerlichen „Mitte“. Wie ist es daher zu verstehen, wenn die Mitte der Gesellschaft auf die Straße geht? Der Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner prognostizierte kürzlich bei einer...
19. Januar 2015
Zwischen Körper und Sprache liegt das Spannungsfeld, in dem Freud die Psychoanalyse entwickelte. Freuds Festlegung, dass das Ich zunächst ein körperliches sei, führte ihn zur Annahme der „Ichlibido“ (Freud 1905d), einer psychischen Vertretung der physischen Reize. Hunger, Durst, Kälte bewältigt der unreif geborene Mensch nur mit Hilfe eines sozialen Umfelds. Darum ist Freud zufolge die Angst der Kinder ursprünglich nichts anderes als der Ausdruck dafür, dass sie die geliebte Person...
12. Januar 2015
Mitte der 1970er Jahre erschien bei Suhrkamp ein Büchlein mit dem Titel Toleranz – Überprüfung eines Begriffs. Der Autor, Alexander Mitscherlich, geht in dem Band den Gründen für das Scheitern toleranter Programme nach und führt sie auf falsche Vorstellungen über unsere innere Freiheit zurück. Zunächst habe Toleranz etwas mit Gleichmut zu tun: Ertragen, Erdulden heißt, psychologisch ein Gleichgewicht gegen störende Einflüsse von außen als auch von innen aufrecht erhalten zu...