Die Zukunft der Psychoanalyse hängt davon ab, inwieweit sie ein ähnliches Interesse für gesellschaftliche Fragen entwickeln kann, wie es der ersten Generation der Psychoanalytiker gelang.

(A. Mitscherlich)

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Artikel mit dem Tag "Übertragung"


28. Dezember 2015
Text Psychoanalyse Metapher Senarclens Sprachbilder Unbewusstes
Psychoanalyse begann als Traumatheorie, die sich um ein Verständnis von Erinnerungen mit pathogener Qualität bemühte. Bei der Suche nach den traumatisierenden Ursachen wurde dann deutlich, dass Erinnerungen im Gedächtnis umgearbeitet, das heißt verschoben, verdichtet, ins Gegenteil verkehrt, falsch verknüpft oder völlig verdrängt wurden. Die Entdeckung der Übertragung erbrachte dann die Einsicht, dass es ein Wissen gibt, das erst durch Wiederholen im sozialen Kontakt mit einem Anderen...
02. November 2015
Stanislaw Lems Roman Solaris thematisiert die Frage, ob der Mensch dazu bestimmt sei, sein Leben zu wiederholen. Fernab der Erde begegnet der Psychologe Kris Kelvin auf der Solaris-Station seiner Frau Hari wieder, obwohl sie sich vor Jahren das Leben nahm. Im Verlauf des Romans wiederholt sich das schicksalhafte Verfehlen des Paares. Ein bekanntes Ende wird ein weiteres Mal erreicht. Dass Zusammenkünfte immer wieder scheitern und sich Menschen, die für einander Liebe und Wertschätzung...
19. Oktober 2015
Solaris, Spiegel, Übertragung, Menschen, Psychodynamik, Tarkowsi
Was hat ein Science Fiction Roman mit der psychodynamisch orientierten Beratungstätigkeit in Organisationen gemein? Antwort: Bei beiden geht es um den Umgang mit fremden Kulturen und die Suche nach intelligenten Lebensformen. Doch im Ernst: Tatsächlich stellen sich psychodynamisch orientierte Beraterinnern und Berater zu einer Organisation wie zu einer fremden Kultur, weil Menschen zunächst immer Fremde sind, sofern sie meist anders ticken, als man denkt. Dabei ist das Zusammentreffen mit...
21. September 2015
Die Ansicht, dass Metaphern nur in Romanen und Gedichten eine Rolle spielen, ist längst überholt. Nicht überholt ist indes die weitverbreitete Annahme, Psychoanalyse sei allein eine Psychotherapie. Beide Diskursfelder lassen sich gut in Bezug zueinander setzen (vgl. Senarclens de Grancy 2015). So kann, wer sich mit Metaphern – also mit dem übertragenen Sprachgebrauch – befasst, einiges über die psychoanalytische Arbeits- und Denkweise erfahren. Denn Psychoanalyse ist ein explizit...
14. September 2015
Phänomenologisch bedeutet die Erfindung des Geldes wohl die größte Abstraktionsleistung der Menschheit. Heute tauschen wir Waren gegen Papiergeld und nicht mehr Ware gegen Ware. Geld vereinfacht den Warenverkehr, welcher indes nicht ohne den Austausch von Worten zustande kommt. Interessant ist daher immer die Frage, welche Worte, Texte oder Geschichten ausgesprochen werden müssen, damit das Geld locker sitzt und gegen Dinge eingetauscht wird. Der Wert von Geld bemisst sich auch im...
25. Mai 2015
In der psychodynamischen Übertragung wiederholt der Mensch bekanntlich frühere Beziehungserfahrungen. Der Übertragungsbegriff eröffnet überdies ein Verständnis dafür, welche Art von menschlicher Erkenntnis die Psychoanalyse vermittelt. Übertragungen sind Verknüpfungsleistungen der Phantasie, die den Zugang zum Fremden und Andersartigen erleichtern. Sie sind indes auch „falsche Verknüpfungen“ (Freud 1895), also Abweichungen vom sog. "normalen" Denken und insofern mit dem Witz...
18. Mai 2015
Schon zu Freuds Zeiten waren Psychoanalytiker nicht nur in der analytischen Einzeltherapie tätig. Während psychoanalytische Theorie auch außerhalb der Klinik – etwa in Literaturanalysen und Religionskritik – angewendet wurde, gab es in England nach dem Zweiten Weltkrieg erste Versuche für die psychoanalytische Arbeit mit und in Gruppen. An der Londoner Tavistock clinic nutzte etwa Michael Balint (1896-1970) mit einer Gruppe von Sozialarbeitern das psychoanalytische Verfahren in sog....