Die Zukunft der Psychoanalyse hängt davon ab, inwieweit sie ein ähnliches Interesse für gesellschaftliche Fragen entwickeln kann, wie es der ersten Generation der Psychoanalytiker gelang.

(A. Mitscherlich)

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Der freie Wille

Die von den Neurowissenschaften 2006 ausgelöste Debatte um die Frage, ob der menschliche Willen frei sei, hat auch die Psychoanalyse auf den Plan gerufen. So wurde u.a. diskutiert, ob die moderne Hirnforschung die Entdeckungen des Begründers der Psychoanalyse nachträglich belegen könnte.

 

Freud thematisiert das Wollen jedoch nur am Rande - etwa als "Willensanstrengung" im Kontext der Abwehr in der Schrift Abwehrneurosen (1894). Die Konzeption des Unbewussten bei Freud, seine Auffassung, dass das Ich nicht Herr im Hause sei, macht derweil deutlich, dass die Annahme eines freien Willen aus psychoanalytischer Sicht eher eine Illusion ist. Vielmehr stimmt sie mit der These überein, dass der Mensch von Vorstellungen angeleitet wird, die größtenteils unbewusst sind und von einem spezifischen Begehren angetrieben werden. Eben jenes Begehren charakterisiert das Individuum nachhaltiger als der Wille.

 

Das 75. Todesjahr Freuds gibt derzeit wieder Anlass, über die Aktualität seiner Lehre nachzudenken. Wo steht die Psychoanalyse heute? fragt z.B. der Wiener Standard: http://derstandard.at/2000005818453/Wo-steht-die-Psychoanalyse-heute

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