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Neue Ausstellung im Wiener Freud-Museum ab DO, 6.10.: SETTING MEMORY – BETTINA VON ZWEHL & PAUL COLDWELL

Bettina von Zwehl, Sospiri 1, London 2014, © Bettina von Zwehl
Bettina von Zwehl, Sospiri 1, London 2014, © Bettina von Zwehl

 

SETTING MEMORY – BETTINA VON ZWEHL & PAUL COLDWELL im Sigmund Freud Museum Wien

 

Werke der Londoner KünstlerInnen Bettina von Zwehl und Paul Coldwell eröffnen den Diskurs über „Verlust“, „Erinnerung“ und „Neuorientierung“ – Begriffe, die heute die Atmosphäre der einstigen Wohn- und Arbeitsräume von Sigmund und Anna Freud prägen. Die Ausstellung SETTING MEMORY korrespondiert mit Personalen der KünstlerInnen im Freud Museum London und unterstreicht damit die enge Verbundenheit dieser beiden Freud-Institutionen.

 

Die Eröffnung findet am 6.10. um 19 Uhr in Anwesenheit der KünstlerInnen statt. Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten.

 

Bettina von Zwehl nutzt die Qualität der Fotografie als Erinnerungswerkzeug und Forschungsinstrument. Dabei folgt sie wesentlichen Grundlagen psychoanalytischer Behandlungsmethoden: Kriterien wie „Beobachtung“, „Übertragung“ und das „Prinzip der Vertraulichkeit“ werden in einer Portrait-Serie künstlerisch befragt.

 

Fotografien aus einem Zyklus, der Anna Freuds persönliche Besitztümer in London dokumentiert, eröffnen Einblicke in vergangene Lebenswelten – bildgewordene, an ihren Ursprung zurückgekehrte Reminiszenzen, die das Setting der frühen Entwicklungsgeschichte der Pädagogik und Kinderanalyse im „Roten Wien“ der 1920er Jahre zur Darstellung bringen. Mit der mehrteiligen Installation „Sospiri“ (Seufzer) werden Erfahrungen des Verlusts und der Trauer in Szene gesetzt: Von Gerhard Richters Werk inspiriert, fasst die Künstlerin persönliche Lebens- und Erinnerungsspuren in einem schlichten fotografischen Gedächtnisprotokoll zusammen.

 

Paul Coldwell knüpft an jene historischen Begebenheiten an, die das Haus Berggasse 19 als „entkernten Erinnerungsort“ zurückließen. Durch die Rekonstruktion von Antiken, die Freuds Arbeitstisch einst bevölkerten, lässt Coldwell die Erinnerung an das Ambiente von Sigmund Freuds Wirkungsstätte wieder aufleben. Verkleinerte und in weiß gestaltete Exponate liefern der großen Erzählung von Verlust und Abwesenheit ein visuelles Pendant. Die Behältnisse, in denen diese Nachbildungen nach Wien transportiert werden, zeugen ebenso wie der Reisekoffer, den die Familie Freud für die Flucht ins Londoner Exil 1938 nutzte, von Aufbruch und Neubeginn.

 

So wie Sigmund Freud die Methoden der Psychoanalyse mit jenen der Archäologen in Zusammenhang brachte, die heute oftmals Röntgen einsetzen, so bedient sich der Künstler eben dieser Vorgehensweise, um einen Freud-Fetisch (Freuds Mantel) zu durchleuchten und seinem dahinterliegenden Bedeutungsgehalt auf die Spur zu kommen.

 

Teil der Ausstellung SETTING MEMORY ist die künstlerische Dokumentation der Aktion „Balloon Releases“ von Paul Coldwell, die im Juni dieses Jahres in Zusammenarbeit mit SchülerInnen der „Business Academy Donaustadt“ in Wien stattfand und der Sichtbarmachung von Heimatverlust und Migration gewidmet war. 

 

Neu erschienene Künstlerbücher von Bettina von Zwehl und von Paul Coldwell ermöglichen spezifische Einsichten in die neuesten Werkserien der beiden KünstlerInnen.  

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

23.4.2016: Vortrag an der SFU Berlin

 

Zu den Anfängen der Psychoanalyse gehört die Entdeckung, dass die Literatur eine Via regia zum Unbewussten weist. So fand Freud im Ödipus-Mythos ein universelles Konfliktmuster, während zuvor Anna O., die Patientin von Josef Breuer, von ihren Wachträumen als ein "Privattheater" sprach. Anknüpfend an die zentrale Bedeutung der Literatur für das Wissen der Psychoanalyse lädt die Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin am Samstag, 23. April 2016, 14 Uhr, zum Vortrag mit Franz Kaltenbeck, Psychoanalytiker aus Paris: „Verlorene Kinder in Becketts Endspiel, Shakespeares Wintermärchen und in einem Fall von Kindesmord“

 

21.1.2016: Buchvorstellung im SFM Wien

Buchvorstellung mit Moritz Senarclens de Grancy und Daniela Finzi im Sigmund Freud Museum Wien.

4.-6.12.2015: Kongress der Freud-Lacan-Gesellschaft

Warum haben wir Angst ums Geld?


Geld und Liebe in der Psychoanalyse

Kongress der Freud-Lacan-Gesellschaft e.V.

Zum Programm

 

 

13.10. "Das Unbewusste im Unternehmen und das "Rätsel der Solaris" - Organisational Cultures Studies am Beispiel von Stanislaw Lems Roman Solaris.

Szene aus dem Film "Solaris" (1972) von Andrei Trakowski.
Szene aus dem Film "Solaris" (1972) von Andrei Trakowski.

Im Rahmen des geplanten Universitätslehrgang International Leadership & Organisational Cultures Studies (ILOCS) lädt die Sigmund Freud Privatuniversität am Dienstag, 13. Oktober 2015, um 19:00 Uhr c.t. zur Auftaktveranstaltung mit dem Studienkoordinator ILOCS Dr. Moritz Senarclens de Grancy zum Vortrag ein.

 

Zum Vortrag: Gelegentlich taucht die Frage auf, was eigentlich das Unbewusste im Kontext von Unternehmens- und Organisationsberatung zu suchen habe. Sind Organisationen nicht durchrationalisierte Systeme, in denen es um Zahlen und Fakten geht? Der Vortrag erläutert Grundkenntnisse und Methoden der psychodynamischen Organisationsberatung am Beispiel von Stanislaw Lems Science-Fiction-Klassiker Solaris. Der Planet Solaris gibt Rätsel auf, weil er sich nicht an die Gesetze der Physik hält. Für die Besatzung der Station verschwimmen bald die Grenzen zwischen Realität und Wahnvorstellung. Lems Roman erzählt damit nicht zuletzt auch die Geschichte einer Organisation und ihren unbewussten Dynamiken und Gruppenprozessen. Hieran anknüpfend zeigt der Vortrag den psychoanalytischen Ansatz in Coaching und Organisationsberatung." 

11.10. Aner Govrinaus bei LaGiB

Der israelische Kulturwissenschaftler Aner Govrinaus (Tel Aviv) stellte am 11.10. bei LaGiB sein Buch Conservative and Radical Perspectives on Psychoanalytic Knowledge: The Fascinated and the Disenchanted vor.


25.9. Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin: Präsentation von ILOCS beim Tag der offenen Tür

Gut besucht: Die Informatiosnveranstaltungen der SFU Berlin, hier zum Thema psychodynamische Organisationsentwicklung und - beratung mit dem Leiter Studienkoordination ILOCS, Moritz Senarclens de Grancy.
Gut besucht: Die Informatiosnveranstaltungen der SFU Berlin, hier zum Thema psychodynamische Organisationsentwicklung und - beratung mit dem Leiter Studienkoordination ILOCS, Moritz Senarclens de Grancy.

ILOCS steht für International Leadership & Organisational Cultures Studies. Der Universitätslehrgang startet 2016 an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin. Das akademische Weiterbildungstool verbindet praxisnahe Professionalisierung und exzellente Lehre in den Bereichen psychodynamische Origanisationsentwicklung und Führungskultur. Neben der profilierten Vermittlung berufspraktischen Know-hows durch renommierte Professorinnen und Professoren bietet ILOCS Post Graduates und Young Professionals direkte Verbindungen zu praxiserfahrenen Gastdozenten aus Unternehmen und Wirtschaft. So gelingt der Einstieg in den Beruf und die Promotion der eigenen Karriere.

 

ILOCS vermittelt die methodischen Grundlagen der psychodynamischen OE-Beratung sowie die Expertise für ein kulturanalytisches prozessuales Führungsverständnis. Profis und Fachexperten sind sich einig, dass in den zunehmend komplexen, dynamischen und divergenten Arbeitswelten vor allem Fähigkeiten wie Introspektionsfähigkeit, Einfühlungsvermögen sowie Kommunikations- und Konfliktkompetenz von wachsender Bedeutung sind.

 

Die Psychodynamik - seit jeher auch ein Grundbegriff der angewandten Psychoanalyse - stellt sofern einen kulturkritischen Ansatz ins Zentrum. Unter der Annahme unbewusst dynamischer Prozesse auch und gerade in Gruppen und Organisationen werden mit Hilfe der psychodynamischen Betrachtungsweise häufig auftretende Phänomene wie Wiederholung, Übertragung, Widerstand, Ängste oder auch gesteigerte Erwartungshaltungen sprachlich einholbar und somit einem erweiterten Bewusstsein zugänglich. Wichtige Kompetenzen für die Praxis, die der Universitätslehrgang ILOCS an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin zu einer Schlüsselqualifikation für die eigene Karriere machen. 

3.7. PsyBi Berlin: Vortrag von Dr. Simon Pühler über Aspekte des Sadomasochismus bei Jacques Lacan

Der Berliner Kulturwissenschaftler, Filmkritiker und Psychoanalyse-Theoretiker Simon Pühler untersuchte in seinem Vortrag in der PsyBi Berlin das Apparatedenken bei Freud und Lacan. Ausgehend von den Kurzsitzungen, die Jacques Lacan in den letzten Jahren seiner Praxistätigkeit einführte, entwarf Pühler den Lacanschen "Maschinenpatienten", der in den Kurzsitzungen zu "Mehrlustoptimierung durch leerstellenfreie Assoziation" getrimmt wird. Diese Art "Psychoanalyse auf High-Speed-Niveau" im "Analyselaboratorium" des späten Lacan führte im Anschluss an den Vortrag zu einer spannenden Diskussion mit dem Publikum, infolge dessen Pühlers sehr originelle und kenntnisreiche Kritik am Meisterdiskurs weiter ausgeführt wurde. MSG

13.6. Lange Nacht der Wissenschaften: Traum-Kiosk an der SFU Berlin

Hier wurden nicht etwa Träume verkauft, sondern mitgeteilt und besprochen. Zahlreiche Gäste der Langen Nacht der Wissenschaften nutzen den Traum-Kiosk an der SFU Berlin, um ihren Traum zu erzählen und über Details des Traums zu sprechen. Damit gelang es, einen ungewöhnlichen Gesprächsraum zu eröffnen, in dem erzählerische Zugänge zum Selbstwissen erprobt werden konnten. Die psychoanalytische Erfahrung zeigt, dass der Effekt des (Aus-)Sprechens im Auffinden unbewusster Sinnzusammenhänge liegt. Die Ausrichtung auf Träume gestattet eine spielerische Erfahrung mit der Psychoanalyse nach Freud und Lacan, derzufolge Traum, Witz und Symptom als Metaphern zu verstehen sind. 

18./19.7. Herzfeld Akademie Potsdam: Workshop "Ökonomie der Fehlleistungen"

Im Berufsalltag dominiert die Sachebene: entscheiden, planen, beurteilen, organisieren, strategisch denken. Die „Ökonomie der Fehlleistungen“ zielt derweil auf die Beziehungsebene, auf Bindung und Verbundenheit von Geschäftspartnern, Vorgesetzten, Mitarbeitern, Kollegen, Kunden und einem selbst. Neben Selbsterfahrungsanteilen bietet der Workshop an der Herzfeld Akademie in Potsdam eine kleine Herkunftsgeschichte des Selbstwissens. Im Verbund von Theorie und Praxis vergrößert er die Entscheidungsfreiheit und damit die Basis für Erfolg in Beruf und Privatleben. Infos und Anmeldung

11.6. Ökonomie der Fehlleistungen, Herzfeld Akademie Potsdam

Email ohne Anhang verschickt? Name des Ansprechpartners vergessen? Wer kennt sie nicht, die Fehlleistungen des Alltagslebens? Doch abseits des Ärgers über die eigene Unzuverlässlichkeit tut sich die Chance auf, daraus etwas über uns selbst und unser Verhältnis zum Anderen in Erfahrung zu bringen. In seinem Vortrag an der Herzfeld Akademie in Potsdam begab sich der Gesellschaftsforscher und Psychoanalytiker Moritz Senarclens de Grancy auf die Suche nach den Hintergründen für die kleinen Alltagsfehler, die doch unsere volle Aufmerksamkeit erzwingen. So plädiert er für mehr Fehlerkultur und die Bereitschaft, Versprecher und andere Irrtümer als Einladung zur privaten und beruflichen Persönlichkeitsentwicklung zu sehen.

12.12. Podiumsdiskussion mit Franz Kaltenbeck in der Buchhandlung Fundus, Berlin

Lacan half nicht nur als Analytiker - auch als Autor der Schriften sowie der Seminare verhilft er zu einem Wissen, das weit über die Psychoanalyse hinausgeht. Dieser Ansatz aus dem Buch Lesen mit Lacan des Pariser Psychoanalytikers Franz Kaltenbeck bildete das Leitmotiv beim Podiumsgespräch in der Buchhandlung Fundus (Berlin) mit dem  Buchautor sowie Eckhard Rhode (Hamburg) und Moritz Senarclens de Grancy (Berlin). Durch den Abend führte Ulf Heuner (Parodos Verlag Berlin).

Buchpräsentation mit Franz Kaltenbeck in Berlin
Buchpräsentation_Lesen_mit_Lacan (4).pdf
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31.10. Manfred Riepe, Psybi Berlin

Manfred Riepe über "Der große andere und der kleine Unterschied. Freud, Lacan, Saussure und die Metapher des Geschlechts."

Der Frankfurter Filmkritiker und Psychoanalyse-Theoretiker Manfred Riepe sprach am 31.10.2014 in der Psychoanalytischen Bibliothek Berlin über sein aktuelles Buch "Der große Andere und der kleine Unterschied". Der Band arbeitet die lingualen und metaphorischen Dynamiken der Psychoanalyse heraus und führt sie an die Linguistik Saussures und Jakobsons heran.

(Moderation: Moritz Senarclens de Grancy)