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Mo

12

Okt

2015

Unternehmen mit Frauen

Vier gewinnt: Jan Eder, Dilek Kolat, Annette Enderle, Nicole Srock.Stanley und Antje Meyer. Bild MSG
Vier gewinnt: Jan Eder, Dilek Kolat, Annette Enderle, Nicole Srock.Stanley und Antje Meyer. Bild MSG

Wie kann man Spitzenfrauen für Unternehmen, Verwaltung und andere Organisationen finden, binden und entwickeln? Diese Frage    begleitete die Kampagne “Unternehmen mit Frauen an die Spitze” der Industrie- und Handelskammer in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen. Nach drei Jahren Zusammenarbeit wurde nun auf einer Podiumsveranstaltung Bilanz gezogen.

 

Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin, betonte die grundlegende Bedeutung der Unternehmenskultur für das Gelingen von Veränderungsprozessen. Warum sollte es nicht möglich sein, bei der Gleichstellungsfrage mit denselben Instrumenten vorzugehen wie sonst auch? Diese sind Transparenz herstellen, Zielzahlen festlegen und Zwischenziele definieren. Zwar bestehe Einigkeit, dass es genügend gut qualifizierte Frauen gibt, dessen ungeachtet fehlen nach wie vor ausreichend Unternehmen, die sich für mehr Chancengerechtigkeit in Job und Karriere einsetzen.

 

Wie man Personalentwicklung so gestalten kann, dass mehr Frauen in Führungspositionen gelangen, stellt sich auch mit Blick auf die nachrückende Generation Y. Jan Eder von der IHK-Berlin gab zu bedenken, dass die Besetzung von Führungspositionen schwieriger wird, wenn Unternehmen keine Bedingungen schaffen, die dem Wunsch nach Wahlfreiheit bei dieser Generation entgegenkommen.

 

Flexibilität wird heute nicht mehr nur von Mitarbeitenden erwartet, sondern zunehmend auch von Unternehmen. Annette Enderle von Pfizer Deutschland verwies darauf, dass der kulturelle Wandel für Unternehmen längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist, was sich etwa in den sich stetig anpassenden Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf zeige.

 

Dass Flexibilität auch neue Probleme schaffen kann, gab Nicole Srock.Stanley zu Bedenken. Die Geschäftsführerin eines Büros für Markenarchitektur hob zwar die Bedeutung von Sabbatical- und Teilzeitangeboten hervor, da sie die Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. Andererseits sei die Grenze der Flexibilität erreicht, wenn sie zu Lasten anderer Mitarbeiter geht, die dadurch zu Überstunden gezwungen würden.

 

Nicht zuletzt liegt der Schlüssel zum Erfolg für Frauen beim Thema Netzwerken. Srock.Stanley unterstrich, dass der kulturelle Wandel nur mit best practice-Beispielen zu beschleunigen ist. Vorbilder veranschaulichen, wie für Frauen der Weg an die Spitze aussehen kann. Erfolgreiche Frauen sind ebenso wie ihre männlichen Kollegen in Netzwerken aktiv. Plattformen wie der DJB, die Wilmas, FidAR, FIM, Women’s Boardway oder die Weiberwirtschaft eröffnen Frauen den Zugang zu persönlichen Kontakten, informellem Wissen und konkreten Angeboten wie Schulungen und Kontaktvermittlungen. Moritz Senarclens de Grancy

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